Fragen und Antworten zum Bundesteilhabegesetz (BTHG)

Welche Aufgabe haben Frauenbeauftrage?

Zuletzt aktualisiert am 16.03.2017 um 09:31 Uhr

Die Frauenbeauftragten vertreten die Interessen der weiblichen Werkstattbeschäftigten gegenüber der Werkstattleitung insbesondere in Fragen der Gleichstellung von Frauen und Männern, der Vereinbarkeit von Familie und Beschäftigung sowie des Schutzes vor körperlicher, sexueller und psychischer Belästigung oder Gewalt.

Frauenbeauftragte sind ehrenamtlich und unentgeltlich tätig.

Wer kann zur Frauenbeauftragten gewählt werden?

Zuletzt aktualisiert am 16.03.2017 um 09:24 Uhr

Wahlberechtigt sind alle weiblichen Werkstattbeschäftigten. Wählbar sind alle wahlberechtigten Frauen, die am Wahltag seit mindestens sechs Monaten in der Werkstatt beschäftigt sind.

Wie viele Frauenbeauftragte gibt es in einer Werkstatt?

Zuletzt aktualisiert am 16.03.2017 um 09:26 Uhr

In jeder Werkstatt werden eine Frauenbeauftragte und eine Stellvertreterin gewählt. In Werkstätten mit mehr als 700 wahlberechtigten Frauen wird eine zweite Stellvertreterin, in Werkstätten mit mehr als 1.000 wahlberechtigten Frauen werden bis zu drei Stellvertreterinnen gewählt.

Sind Frauenbeauftragte von der Arbeit freizustellen?

Zuletzt aktualisiert am 16.03.2017 um 09:27 Uhr

Frauenbeauftragte und ihre Stellvertreterinnen haben ein Recht auf Freistellung, soweit es zur Durchführung der Aufgaben erforderlich ist. Bei mehr als 200 wahlberechtigten Frauen in der Werkstatt besteht auf Verlangen ein Recht auf vollständige Freistellung der Frauenbeauftragten. In Werkstätten mit mehr als 700 wahlberechtigten Frauen sind auf Verlangen die Frauenbeauftragte und die erste Stellvertreterin freizustellen.

Wie und wann werden Frauenbeauftrage gewählt?

Zuletzt aktualisiert am 19.01.2018 um 09:31 Uhr

Die Wahlen der Frauenbeauftragten sollen zusammen mit den Wahlen zum Werkstattrat stattfinden. Die Regelungen zur Wahl und zur Amtszeit entsprechen denen für Werkstatträte. Die regelmäßigen Wahlen finden alle vier Jahre in der Zeit vom 1. Oktober bis 30. November statt, zuletzt im Jahr 2017.

Wie werden die Frauenbeauftragten finanziert?

Zuletzt aktualisiert am 16.03.2017 um 09:29 Uhr

Der Aufwand für die Tätigkeit der Frauenbeauftragten in Werkstätten (Fortzahlung des Arbeitsentgeltes bei Freistellung, Fortbildungskosten) gehört zu den sogenannten werkstattnotwendigen Kosten (§ 39 Absatz 1 WMVO). Diese Kosten werden von den Trägern der Eingliederungshilfe getragen.

Der Gesetzgeber setzt hier einen Betrag von 0,40 Euro pro Tag pro weiblichen Beschäftigten an. Insgesamt geht der Gesetzgeber von einem jährlichen finanziellen Mehraufwand von 19 Millionen Euro für die Frauenbeauftragten aus.

Welche Regelungen gelten in Bezug auf Fortbildungen?

Zuletzt aktualisiert am 16.03.2017 um 09:30 Uhr

Frauenbeauftragte haben einen Anspruch auf Freistellung für Schulungs- und Bildungsmaßnahmen an bis zu 15 Tagen pro Amtszeit; bei erstmaliger Wahrnehmung des Amtes sogar auf bis zu 20 Tage pro Amtszeit. 

Gibt es Vertrauenspersonen für Frauenbeauftragte?

Zuletzt aktualisiert am 16.03.2017 um 09:50 Uhr

Frauenbeauftragte haben Anspruch auf eine Vertrauensperson, die nicht aus dem Fachpersonal der Werkstatt stammen muss.